Auf dem Intel Developer Forum hat der Branchenriese Produktinforamtionen und Roadmaps für 2009 vorgestellt. Drei schon länger bekannte Projekt materalisieren sich nun bald in greifbaren Produkten. Die bis jetzt unter dem Codenamen Nehalem entwickelte CPU Architektur wird unter dem Namen Core i7 die Core2Duo CPUs ablösen. Allerdings hat Intel zum Start der neuen Prozessorplattform nicht viel mehr als Namen, Logos etc. verraten. Gerade bei der Taktfrequenz hielt sich Intel bedeckt. Man munkelt aber von bis zu 3,2GHz pro Kern. Dementgegen steht der L3-Cache von bis 8MB schon fest. Auch wird der neue Prozessor in einer neuen Fassung LGA1366 inkl. neuen Kühleraufnahmen gefertigt. Der Core i7 kann der mit dem neuen, aber von AMD Prozessoren schon bekannten, integriertem  Speicherinterface bis zu 24GB DDR3 RAM ansprechen. Eine Unterstützung von DDR2 RAM wird es hingegen nicht geben. Weitere Verbesserungen sind SSE 4.2 sowie der Hypertransport Bus 3.1.
Die in im Netbooks überaus erfolgreiche Atom Plattform bekommt Zuwachs durch einen Dual-Core Atom. Der aus zwei Silverthrone Dices zusammengesetzte Atom 330 soll deshalb genau doppelt soviel Energie verbrauchen wie der Single-Core Atom 230. Nämlich 8 statt 4 Watt. Deshalb ist der Dual-Dore Atom auch eher für Nettops sowie diverse Homeserver Lösungen interessant und, laut Intel, nicht für Leistungsfähigere Netbooks vorgesehen. Schließlich will Intel keine billig Konkurrenz für die Celeron Dual-Core Prozessoren aus eigenem Hause.

Auch steht nun der Markteintritt von Intel in den Markt mit Flashmassenspeichern bevor. Die aus der Kooperation mit STM Microelectronics produzierten Flash MLC-Bausteine werden im Herbst In drei verschiedenen SSDs (Solide State Disks) auf den Markt kommen. Die X25-M sowie X18-M sind für den Desktop und Notebook Markt eingeplant und fassen 80 bzw. 160GB an Daten sowie eine 64 bzw. 32GB Version für den Servermarkt. Die normalen „Platten“ werden eine maximale Transferrate beim Lesen von 250GB/s und beim Schreiben von bis zu 70GB/s erreichen. Die „Serverplatten“ werden noch etwas darüber liegen und mit bis zu 35.000 verschiedenen Leseoperationen ausführen können. Zudem kommen bei den Intel SSDs die aktuelle SATA II (genau 2.6) inklusive NCQ (Native Command Queuing) zum Einsatz. Die ursprünglich für konventionelle Festplatten gedachte Technik sortiert Lese und Schreibanfragen, damit der eigentliche Lese- und Schreibkopf einer Festplatte nicht so häufig auf den Platten hin und her springen muss. Da SSDs keine solchen mechanischen Teile haben, kommt der Vorteil des NCQ durch einen anderen Effekt zum Tragen. Die „normale“ Speicherzellengröße bei SSDs beträgt zwei oder vier kByte. Löschoperationen können aber nur die gesamte „Zelle“ der Größe zwischen 256 bis 512kB löschen. So muss häufig innerhalb der SSD umsortiert und Daten umgelagert werden, damit keine Daten verloren gehen. Hier greift NCQ ein, so dass weniger Verschiebungsvorgänge nötig und somit schnellere Transferraten möglich sind. Laut Intel liegt die mittlere Energieaufnahme unter Volllast bei 150mA und im Leerlauf bei ca. 80mA. Der Temperaturbereich ist zwischen 0 und 70°C angegeben.

IDF’08: Von Core i7, Atomen und jeder Menge Flash
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