Screenshot meines Blogs im Google Chrome Browser

Screenshot vom Google Chrome Browser


Aus Versehen hat der Suchmaschinenbetreiber Google heute seine Pläne über einen eigenen Webbrowser namens Chrome veröffentlicht. Im Google News Blog wurde ein Tag zu früh ein Comic als Anleitung vom renommierten Comiczeichner Scott McCloud veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung des Google Chrome Beta Webbrowsers wird die Google-Strategie erkennbar. Denn hierbei handelt es sich nicht nur um einen Webbrowser, sondern in Verbindung mit den gesamten anderen Google-Diensten, wie Kalender, Groups, Picasa, Text&Tabellen, Earth und vielen anderen Anwendungen wird der Browser zu einer neuen Oberfläche aus der heraus sich die Dienste Online wie Offline nutzen lassen. So verschmelzen alle Services und Dienste zu einer Oberfläche und alles was mit dem Internet und/oder Organisatorischem zu tun hat, wird man über den Chrome erledigen können. In wieweit dies auch über verschiedene Plattformen zwischen verschiedenen Rechnern mit Windows, Mac OS X oder Linux funktioniert, bleibt abzuwarten. Für alle drei Systeme sind Chrome Versionen angekündigt.


Technisch bietet Chrome viele Neuerungen. Die größte Neuerung sind die verschiedenen virtualisierten Tabs im Browser. So kann ein Tab zwar „abstützen, allerdings ohne die anderen Tabs in Mitleidenschaft zu ziehen. Dies ist besonders wichtig, wenn man in einem anderen Tab gerade an einer Tabellenkalkulation oder einem Text arbeitet. Der Webengine, ein wichtiger Bestandteil des Browsers, stammt aus dem Open Souce Projekt „Webkit“ und ist somit identisch mit dem Apple Safari oder Safari Browsers fürs Apple iPhone. Zudem ist die neue Browseroberfläche auch möglichst einfach und somit übersichtlich gehalten. So ist das Eingabefenster für die Website identisch mit dem Eingabefeld für Suchbegriffe. Dies kommt wohl der Google-Strategie immer näher, das der Benutzer Google, Suchmaschine und Internet als Synonyme verwenden soll. Ob man allerdings einem Unternehmen so viele Daten und Informationen anvertrauen soll, muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass der oft als Branchenbösewicht bezeichnete Softwarekonzern Microsoft, wesentlich weitreichendere Datenschutzbesimmungen als Google vorweisen kann. Auch muss der neue Browser seine Integrationsfähigkeiten für „Google“ Anwendungen, sowie Sicherheit und Stabilität erst unter Beweis stellen.

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Kurz nach erscheinen des Browsers sind schon erste Sicherheitslücken aufgedeckt worden, so dass von einem produktiven Einsatz abzuraten ist!
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Das kleine Google Betriebssystem…
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