Ein von Apple bekannt gewordener Patentantrag gibt Einblicke über den Nachfolger des Nike+ iPod Sportskit aus gleichem Hause. Hierbei wird an keiner technischen Raffinesse gespart. Als erste Neuerung, die aus dem Patentantrag hervorgeht, sind jeweils drei im Schuh integrierte Kraftmesser (Force sensing units) zu nennen. Diese werden zu den schon heute bekannten Auswertungsmöglichkeiten wie Geschwindigkeit oder Schrittfrequenz neue oder deutlich genauere Möglichkeiten bieten. Durch die drei Sensoren lässt sich einen genaues Bild des „Abrollverhalten“ des Fußes während der Bodenstandszeit erstellen. So wird bei einem Sprint üblicherweise mehr der Vorfuß belastet, während man beim aktiven Gehen mehr die Ferse belastet. Auch ist, laut Apple, eine Analyse vielen anderen Aspekten möglich. Wie verändert ein anderer Schuh den Laufrythmus, wie verändert sich die Lauftechnik über eine längere oder intesive Laufeinheit hinweg oder wie verändert sich der Laufstil über eine bestimmte Trainingsperiode. Ach kann über die Kraftsensoren eine Aussage getroffen werden, wann der jeweilige Schuh seine wichtigen Dämpfungseigenschaften verliert und so der Athlet vor langfristigen Gelenkschäden gewarnt werden. Auf der anderen Seite, kann der Hersteller so auch das Laufverhalten der Kunden besser „überwachen“. Denn die Sensoren werden wohl schon fest in einem Schuh integriert sein, und eventuell über das Internet auch Daten, wie „Gesamttragezeit“ oder Gesamtkilometer, an den Hersteller übermitteln können.
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In der weiteren Beschreibung des Patentes wird auf die Verknüpfung der Daten, Ihre Übertragung an ein portables Musikplayer, die teilweise in Echtzeit Datenübertragung übers Internet und die Verarbeitung der Daten in einem Webservice oder vom portablen Musikplayer selbst eingegangen. So ist auch eine Integration einer „Location Technology“ wie z.B. GPS eine ist, beschrieben. Diese würde dem System eine vielzahl weiterer Parameter hinzufügen und die Auswertungsmöglichkeiten noch einmal erweitern. Hierbei ist die „GPS Unit“ als primäres Messsystem für die Geschwindigkeit ausgelegt und soll nur bei schlechtem Satellitenkontakt durch die Messung der Kraftsensoren des Schuhs ersetzt werden.


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Letztendlich wird das System aber nur so gut wie die Informationsverarbeitung bzw. Darstellung sein. Mit so vielen und verschiedenen Werten werden ungeübte Athleten nicht viel anfangen können und eine langwierige Einarbeitungszeit würde wohl viele potenzielle Kunden abschrecke. Deshalb wird Apple wie gewohnt auf „simplicity“ und „usability“, also Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit, setzten. Zudem gesellen sich viele Möglichkeiten der Personalisierung, so dass man sich voher Point of Interest (POI) auf sein „Basisgerät“ laden kann. Oder dass der Senor einen bei Bedarf automatisch zur nächsten Toilette bzw. Getränkemarkt (Location based advertising) führt… Letztlich bleibt abzuwarten, was Alles und vor Allem wie all diese Möglichkeiten von den Beteiligten umgesetzt werden.

Apple entwickelt neuartiges Informationssystem für Laufsportler
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