Quelle: ESA

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Mit dem heutigen Tag nimmt das EGNOS genannte „Erweiterungssytem“ der esa als Ergänzung zum us-amerikanischen GPS System seinen Regelbetrieb auf. Die Buchstaben der Abkürzung stehen eigentlich für „European Geostationary Navigation Overlay Service“ und sollen die vom GPS System garantierte Genauigkeit um den Faktor 10 verbessern. Ziel ist es mit Hilfe von bis zu drei zusätzlichen Satelliten, den maximalen Fehler bei der Positionsbestimmung in Europe unter 6ft, also 2m zu halten. Seitdem im Jahre 2000 die künstliche Verfälschung des GPS Signales abgeschafft wurde, stellt heutzutage die Ionisphäre die größte Fehlerquelle dar. Abhängig von ihrem Ionisierunggrad, welche wiederum z.B. von der Sonnenaktivität abhängt, werden die Funksignale der Satelliten unterschiedlich stark abgebremst. Deshalb bilden momentan 35 feste Messstationen in ganz Europa die Grundlage für ein Sensornetz mit welchem sich eine grobe Karte der Ionisationsstruktur der entsprechenden Atmospherenschicht errechnen lässt. Diesen regional unterschiedlichen Korrekturdaten werden dann über zwei (später drei) geostationäre Satelliten an die einzelnen GPS, GLONASS (russischer GPS Pendant) oder auch in entfernter Zukunft Galileo Empfänger übermitteln. Weltweit gibt es neben dem EGNOS System aber noch weitere gleichartige Korrektursysteme wie das WAAS System für Nordamerika und MSAS für Japan. Alle genanten Systeme sind zueinander kompatibel und die meisten GPS Navigationsgeräte, Empfänger in Mobiltelefonen sowie Sportequipment unterstützen EGNOS&Co. Sprich im Idealfall erhält man ein genaueres Sytem zum Nulltarif. Allerdings hat das System auch seine Tücken. Da es nur aus 2-3 drei Satelliten besteht und eine dauerhafte Verfügbarkeit über Europa gewährleistet sein muss, befinden sich die entsprechenden Sender auf einer geostationären Umlaufbahn. Für Deutschland bedeutet dies, dass die EGNOS Satelliten wie der „Inmarsat“ mit einer „Elevation“ von nur ca. 23,7° in Hamburg oder ca. 29,1° in München über dem Horizont steht. Sprich eine normale städtische Bebauung oder alpines Gelände die geostationären Satelliten verdeckt. Allerdings sind Autofahrer und Sportler nicht die Hauptzielgruppe des EGNOS Systems. Für 2010 ist die Zertifizierung für Safty-of-Live-Anwendungen vorgesehen, welche insbesondere in der Luftfahrt, aber auch im maritimen Einsatz eine Rolle spielen. Dann sollen die Nutzer innerhalb von Sekunden erfahren, ob die Positionierungssysteme falsche Daten ausstrahlen oder der Empfang gestört ist. Als Schwellenwerte sind 20m in der horizontalen Ebene und 40m in der Vertikalen angestrebt. Und sowohl in der Luft- als auch in der Schiffahrt, keine Probleme mit freier Sicht auf die entsprechenden künstlichen Erdtrabanten.

EGNOS der esa nimmt Regelbtrieb auf
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