Der Test: Garmin Forerunner 110

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Quelle: Garmin Inc.

Als Garmin Anfang 2010 den Forerunner 110 vorstellte, waren viele Sportler auf den neuen GPS Laufcomputer gespannt. Denn er ist das erste Gerät, welches in einem ansehnlichen Uhrengehäuse Platz findet und dabei nicht ein riesen Klotz wie der Times Global Trainer oder Garmin Forerunner 310xt ist. Garmin selbst sieht den Forerunner 110 genauso wie den FR60 im Einstiegsbereich und hat deshalb das Gerät auf die einfachsten Funktion reduziert. Hiermit soll sichergestellt werden, dass Lauf- und GPS-Einsteiger sich nicht im Funktionsumfang verschiedener Menüs verlieren und  das Gerät schnell und Einfach zum “Laufen” bringen können. Meinen ausführlichen Test untergliedere ich wieder in drei Bereiche:

Die Hardware – Garmin Forerunner 110 samt Pulsgurt
Die Software – Garmin Connect und Training Center (GTC) (folgt bald)
Fazit und meine persönlichen Erfahrungen (folgt bald)

Die Hardware – Garmin Forerunner 110 samt Pulsgurt

Der Forerunner 110 wird in verschiedenen Ausführungen geliefert. Zum Einen sind verschiedene Farbvarianten und zum Anderen Lieferumfänge erhältlich. Als Farbvarianten ist Unisex (schwarz/grau), ein Damenmodell (schwarz/rosa) und ein Herrenmodell (schwarz/rot) lieferbar. Diese kommen in der einfachen Version nur mit Universal-USB-Ladegerät (mit Euro und UK Stecker), USB Adapterkabel, welches gleichzeitig auch am Netzteil als Ladekabel dienen kann sowie natürlich einem Stapel nutzloser Kurzstartanleitungen aus Papier. Zusätzlich gibt es alle Modelle ebenfalls mit dem altbewährten Garmin Pulsgurt, welcher vielleicht nicht so bequem wie der textile Premium-Pulsgurt ist, dafür mit einer langanhaltenden fehlerfreien Funktion aufwarten kann.

Garmin Forerunner 110 mit allem Zubehör und Originalverpackung

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Quelle: Garmin Inc.

Der Forerunner wiegt genau 52g und bietet ein 1×1 Zoll großes Display mit 52×30 Pixeln. Um dieses Matrix-Display herum sind allerdings noch einige Symbole angeordnet, welche zum Beispiel den Satteliten- bzw. Batteriestatus oder den verbundenen Herzfrequenzsensor signalisieren. Zudem ist oberhalb des Herzsymbols des Pulsgurtes auch noch das Laufsensorsymbol ersichtlich. Aktuell ist der Forerunner 110 allerdings nicht zum Garmin SDM4 Laufsensor kompatibel, doch laut einer verlässlichen Quelle soll diese Funktion bald mit einem Firmwareupdate nachgereicht werden. Damit wäre die Distanzmessung auch auf Laufbändern im Fitnessstudio möglich. Ein Indoor-Modus ist zwar schon vorhanden, dieser deaktiviert aber lediglich den GPS Empfang. Die Batterielaufzeit betrug bei meinem nagelneuen Gerät tatsächlich ca. 8h, bevor sich der 110 er aus dem GPS Modus verabschiedete und in den Energiesparmodus wechselte. Im Sparmodus wird erfreulicher Weise die Uhrzeit und das Datum angezeigt und soll, ich habe es nicht nachgeprüft, bei voll geladenen Akku bis zu drei Wochen halten. Das Gerät selbst hat die Schutzklasse IPX7, welches ungefähr der Beschreibung Regen und Spritzwassergeschützt entspricht. Es ist also nicht vollkommen Wasserdicht und sollte nicht zum Schwimmen oder im Wasser getragen werden.

Die Erfassung der GPS-Satelliten ging oft innerhalb einer Minute vonstatten, so dass sich die angepriesene HotFix Technologie scheinbar auszahlt. In schwierigeren Empfangssituationen wie Alpentälern oder dichtem Nadelwald dauerte die erste Positionsbestimmung meist etwas länger. Hat das Gerät  aber erst einmal die Verbindung hergestellt, wurde Sie während der Aufzeichnung nie verloren. Die Distanzmessung ist dabei äußerst akkurat. Auf meiner Referenzstrecke von 13,03km lag die Differenz zur abgemessenen Streckenlänge zwischen 190m und 250m und betrug damit gute 1,5-1,9%.

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Quelle: Garmin Inc.

Wie bei der Sensorkompatibilität gibt sich der Forerunner 110 auch während des Trainings eher bescheiden. Lediglich die Anzeige von vier verschiedenen Werten sind möglich, so dass es quasi nur zwei verschiedene Displaysätze gibt. Es steht Trainingszeit, Herzfrequenz (falls vorhanden), Gesamtdistanz und Durchschnittsgeschwindigkeit der Runde zur Auswahl. Oben wird einem immer die Gesamtdistanz und unten die Durchschnittsgeschwindigkeit der Runde angezeigt. In der Mitte kann man zwischen der Herzfrequenz, Trainingszeit und Datum&Uhrzeit wechseln. Verwendet man das Gerät im “Indoor”-Modus, so fallen logischer Weise die Anzeige der Gesamtdistanz und Durchschnittsgeschwindigkeit der Runde  weg. Für Einsteiger sind diese Möglichkeiten sicherlich ausreichend, aber schon fortgeschrittene Nutzer benötigen für Ihr Intervalltraining weitere Möglichkeiten wie Rundenzeit bzw. Distanz. Zusätzlich bietet der Forerunner noch die Möglichkeit der AutoLap. Sprich es wird entsprechend einer voreingestellten Distanz immer eine Runde automatisch genommen. Die möglichen Distanzen sind mit 400m, 500m, 800m, 1km, 1,5m, 2km vorgegeben und es können maximal 1000 Runden genommen werden. Von Garmin ist die AutoLap auf 1km eingestellt und  sofern man diese Funktion nicht möchte kann die AutoLap auch deaktiviert werden. Zuletzt bleibt noch ein letztes Feature zu nennen. Der Forerunner kann auch die verbrannten kcal berechnen. Dazu verwendet Garmin scheinbar ein verbesserten Algorithmus von Firstbeat. Da ich keine Spiroergometrie hierfür zu rate ziehen kann, kann ich über die Genauigkeit, kaum eine Aussage treffen.

Die Hardware – Garmin Forerunner 110 samt Pulsgurt
Die Software – Garmin Connect und Training Center (GTC) (folgt bald)
Fazit und meine persönlichen Erfahrungen (folgt bald)

 

Stand: 23.09.2010 mit Firmware 2.20

Der Test: Garmin Forerunner 110
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  2. avatar
    #1 Artikel von Matti (Vor 2 Jahren)

    Ich habe eine Frage zu dem Thema Rundenzeit. Habe jetzt viele Jahre eine 305 gelaufen, fand sie aber für meine Verhältnisse völlig überfrachtet. Bei meiner nächsten Uhr würde ich auf folgende Funktion nicht verzichten wollen, denn die habe ich immer genutzt. Auto-Lap. Bei 305 konnte ich nach Voreinstellung auf 1000 m immer sowohl die Zeit des letzten Kilometers sehen, als auch die voraussichtliche Zeit des aktuellen Kilometers. Welche der beiden Funktionen wird hier bei 110 angezeigt? Alternative Frage: ab welchem Modell kann ich darauf wieder zugreifen? 210?

    Vielen Dank im Voraus für deine Bemühungen. Gut geschriebener Artikel…

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    #2 Artikel von Effie Ziebarth  (Vor 6 Jahren)

    Guter Artikel, fehlen nur ein paar Bilder! :p

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