Der Test: Adidas MiCoach Pacer [Teil 2 – Die Software]

Zum MiCoach Pacer gehört gleichzeitig auch die gleichnamige MiCoach Webseite, auf der man sein Trainingsziel erstellen und die absolvierten Workouts analysieren kann. Der MiCoach Webservice ist, wie die meisten vergleichbaren Trainingsportale und die MiCoach Übertragungssoftware selbst (PC 32bit, PC 64bit und Mac), kostenfrei. Ein spezielles Interface wird nicht benötigt, da der Pacer mit einem mitgelieferten USB Adapterkabel an jeden Computer angeschlossen werden kann. Die MiCoach Software synchronisiert dann automatisch die geplanten sowie die absolvierten Workouts zwischen dem Webservice und dem Pacer. Dies funktionierte bei mir immer einwandfrei und zuverlässig. Ab und an meldet die Software, dass eine neue Firmware zur Installation bereit steht und installiert diese dann ohne weiteres zutun des Anwenders.

Der Webservice von Adidas teilt sich im großen und ganzen in drei Kategorien auf. Im Bereich “Planen” kann man, wie der Name schon sagt, sich einen Trainingsplan erstellen lassen. Diesen kann man später unter “Verwalten” anpassen. Ebenfalls in diesem Bereich kann man auch manuell “Strecken” mit Hilfe von Google Maps hinzufügen. Der letzte große Bereich nennt sich “Protokollieren”. Hier kann man sich schnell einen Überblick über seine absolvierten Workouts verschaffen.

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Kommen wir zunächst zum Bereich “Planen”. Hier kann man sich momentan einen Trainingsplan für allgemeine Fitness, Laufen, Fußball, American Football, Tennis oder Basketball erstellen lassen. Da sich der Adidas MiCoach Pacer durch sein Equipment am ehesten an Läufer richtet, gehe ich hier nur auf diesen Themenbereich ein. Im denm oben gezeigten Bilderbeispiel lasse ich mir einen Marathon Trainingsplan für eine Endzeit schneller als 3:30h erstellen. Im Verlauf wird man zunächst nach seinem gesteckten Ziel, ggf. dem Wettkampftag, welchen Trainingsumfang man möchte und an welchem Tag die längste Einheit sein soll gefragt. Trainingspläne für andere Sportarten weichen sinnvoller Weise von diesem Muster ab. Anhand der getroffenen Auswahlen erstellt der MiCoach Webservice einen Trainingsplan, der mit einer zwölfminütigen Beurteilungstrainingseinheit beginnt. Dieser Test lehnt sich am Conconi-Test an, umfasst aber in kürzerer Zeit weniger Stufen. Der nun so erstellte Trainingsplan wird bei der nächsten Synchronisation auf den MiCoach Pacer übertragen. Stellt man am Gerät den Schiebeschalter auf “MiCoach”, so aktiviert der Pacer automatisch am gewünschten Tag das entsprechende Workout. Im Verlauf des Trainings wird man durch die entsprechenden Phasen akustisch geführt und bekommt, sofern nötig, Hinweise, ob die Herzfrequenz zu hoch oder zu niedrig ist. Diese Funktion ist besonders bei Intervalltrainingseinheiten sehr komfortabel.

Erfahrenere Nutzer können sich auch Ihre eigenen Workouts, oder sofern man mehrere Einheiten erstellt, auch einen kompletten Trainingspläne bilden. Hierfür geht man auf im Menü auf “Verwalten” und wählt “Planung”. Kalender währe hier vielleicht die bessere Beschreibung, da hier sowohl geplante wie auch absolvierte Workouts in einem Kalender dargestellt werden. In der Menüleiste auf der linken Seite kann man Trainingseinheiten erstellen, vorhandene Trainingseinheiten bearbeiten oder löschen. Geht man nun in der linken Leiste auf “Individuelles Training hinzufügen” öffnet sich der entsprechende Assistent zum Planen eines Workouts.

Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern...Ein Workout kann sowohl nach Herzfrequenz, Zeit, Distanz oder Geschwindigkeit definiert werden, welches auch in der aktuellen Trainingslehre die wichtigsten Formen darstellen. Auch kann man zwischen einem "gleichförmigen” oder “Intervall-“ Workout wählen. Bei Letzterer kann man zum Einen die Anzahl der verschiedenen Phasen, als auch die Anzahl der Sätze/Wiederholungen sich fast nach belieben auswählen. Klickt man im Kalender Workouts an, seien Sie geplant oder absolviert, so wird eine Zusammenfassung des Tages angezeigt. Unter der Option “Tools” verstecken sich verschieden Bearbeitungsmöglichkeiten, wie das umbenennen einzelner Workouts.

Bei jedem erneuten einloggen, öffnet sich der “Arbeitsbereich”. Diesen kann man aber auch jederzeit unter “Protokollieren” finden. Hier werden einem die wichtigsten Informationen wie aktuelle Gesamtwerte, eine Zusammenfassung des letzten absolvierten Workouts und sofern vorhanden das nächste geplante Workout und der aktuelle Stand des Trainingsplans angezeigt.

Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern... Klickt man im “Arbeitsbereich” unter “Letztes Workout” auf “Ergebnis”, so kann man dieses Workout anhand der Herzfrequenz-, Geschwindigkeits- und Schrittfrequenzsgraphen genauer analysieren. Mit Hilfe der “Analysegrenzen kann man mit zwei Schiebeschaltern innerhalb des Workouts auswahlen treffen und so z.B. das Aufwärmen und Auslaufen “ausblenden”.Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern...

Sofern man will, kann man unter “Verwalten” >> “Strecken” seine üblichen Runden mittels Google Maps von Hand eintragen. Leider gibt es keine Möglichkeit, GPS-Aufzeichnungen in Form irgendwelcher Dateien, wie zum Beispiel *.gpx oder *.kml hochzuladen. Im Beispiel hab ich ungefähr meine Hausrunde abgebildet, die aber nicht ganz bis zu Tür abgespeichert wurde. Deshalb ist sie etwas kürzer als die vom MiCoach Pacer ermittelte Strecke.

Teil 1: Die Hardware: Pulsgurt, Laufsensor und MiCoach Pacer mit Audiofeedback
Teil 2: Die Software – Trainingstagebuch und virtueller Coach
Teil 3: Fazit und meine persönlichen Erfahrungen

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